Suche läuft…

Schmaler Pfad zwischen Trockenmauern aus Stein, mit Palmen und dem Turm der Villa Garnier in Bordighera im Hintergrund

Ligurien Geheimtipps: 20 Orte im Westen abseits vom Massentourismus

Wer Ligurien ohne Gedränge erleben möchte, findet im Westen stille Bergdörfer, Aussichtspunkte, Felsenbecken und alte Wege. 20 Geheimtipps rund um Bordighera, mit Fahrzeiten.

5 Oktober 2026 · 7 Min. Lesezeit

Kurz gefasst

Die besten Ligurien Geheimtipps liegen nicht in den Cinque Terre, sondern im Westen der Region, an der Riviera di Ponente. Hier, zwischen der französischen Grenze und Sanremo, steigen hinter jedem Küstenort Täler zu Steindörfern hinauf, in denen Sie an vielen Tagen fast allein durch die Gassen gehen.

Wir haben 20 Orte ausgewählt, die selbst viele Ligurien-Kenner nicht auf dem Plan haben: Dörfer, Aussichtspunkte, Felsenbecken und alte Wege. Alle liegen weniger als anderthalb Autostunden von Bordighera entfernt, viele nur zehn bis vierzig Minuten. Zu jedem Ort finden Sie auf unserer Website eine ausführliche Seite.

Warum der Westen Liguriens?

Der Osten Liguriens mit Portofino und den Cinque Terre ist weltberühmt und in der Saison entsprechend voll. Der Westen ist offener und vielseitiger: Auf die Badeorte der Blumenriviera folgen Olivenhänge, mittelalterliche Dörfer und in gut einer Stunde die Gipfel der Ligurischen Alpen. Wo das alles liegt, zeigt unsere Karte von Ligurien.

Geheimtipps in und um Bordighera

1. Bordighera Alta

Die Altstadt von Bordighera Alta wurde 1470 auf dem Hügel über dem Meer gegründet und bewahrt noch die Mauern des fünfeckigen befestigten Dorfes. Bunte Häuser, durch Stützbögen verbunden, und kleine Plätze zum Verlaufen: am schönsten am Abend.

2. Der Sentiero del Beodo

Gleich außerhalb der Mauern folgt der Sentiero del Beodo dem Kanal des ersten Aquädukts der Stadt: ein fast ebener Weg zwischen Palmen, Olivenbäumen und Trockenmauern, den schon Monet nutzte, um in die wilden Winkel des Tals vorzudringen.

3. Der Marabutto

Im Pinienwald am Capo steht ein kleines Steingebäude mit weißer Kuppel, das alte Pulvermagazin: der Marabutto. Davor öffnet sich einer der schönsten Aussichtspunkte der Stadt, mit Blick entlang der Küste bis nach Frankreich. Kommen Sie am späten Nachmittag.

4. Sasso

Sasso ist der höchstgelegene Ortsteil von Bordighera: ein kleines Steindorf auf 219 Metern, mit kieselgepflastertem Kirchplatz, Turmhäusern und Blick über die Dächer bis zum Meer. Zu Fuß erreichen Sie es über den Sentiero del Beodo.

5. Borghetto San Nicolò

In Borghetto San Nicolò sind Dutzende Haustüren bemalt: Madonnen, Sternenhimmel, Heiligenfiguren. Hier beschlossen 1470 zweiunddreißig Familien, Bordighera neu zu gründen. Die Suche nach der nächsten Tür macht auch Kindern Spaß.

6. Der Giardino Esotico Pallanca

Auf dem Hügel von Arziglia zeigt der Giardino Esotico Pallanca eine der reichsten Sammlungen von Kakteen und Sukkulenten Europas, mit mehr als 3.000 Sorten auf in den Fels gehauenen Terrassen: das Werk von vier Generationen einer Gärtnerfamilie.

Bergdörfer, die kaum jemand kennt

7. Vallebona

Zehn Minuten von Bordighera und doch eine andere Welt: Vallebona ist ein mittelalterliches Dorf auf etwa 150 Metern, mit Gassen aus Stein, Oliventerrassen und Mimosenfeldern. Der Touring Club Italiano hat ihm die Orangene Flagge verliehen.

8. Seborga

Etwa zwanzig Minuten oberhalb der Küste liegt Seborga, ein Steindorf auf 500 Metern, das sich noch immer zum unabhängigen Fürstentum erklärt. Im Palazzo dei Monaci wurden einst Münzen geprägt; der Blick reicht bis zur französischen Küste.

9. Perinaldo, das Dorf der Sterne

In Perinaldo wurde 1625 der Astronom Gian Domenico Cassini geboren, der Saturnmonde entdeckte. Auf dem Rathausdach steht eine städtische Sternwarte mit öffentlichen Beobachtungsabenden. Etwa 40 Minuten von Bordighera.

10. Apricale

Apricale drängt sich auf einem nach Süden gewandten Hügel um Platz und Burg; seit den 1960er-Jahren haben Maler das Dorf geprägt. Es gehört zu den „Borghi più belli d’Italia“. Etwa 35 Minuten von Bordighera.

11. Rocchetta Nervina

Versteckt in einem Seitental liegt Rocchetta Nervina, ein Steindorf mit Y-förmigem Grundriss, das über alte Eselsrückenbrücken mit der Straße verbunden ist. Es ist auch der Ausgangspunkt für die Felsenbecken (Nr. 15).

12. Pigna und Castelvittorio

Zwei alte Rivalen in der oberen Val Nervia, nur ein Tal voneinander entfernt: Pigna, einst savoyisch, mit überdachten Gängen, den „Chibi“, und Fresken von Giovanni Canavesio; Castelvittorio, einst genuesisch, mit hohen, schmalen Häusern und einem Glockenturm mit bunter Zwiebelkuppel. Etwa 40 bis 50 Minuten von Bordighera.

13. Bajardo

Bajardo ist mit etwa 910 Metern die höchstgelegene Gemeinde der Provinz Imperia. Im oberen Dorf stehen die Ruinen der Kirche San Nicolò, die beim Erdbeben von 1887 einstürzte: offen zum Himmel, mit Blick vom Meer bis zu den Bergen.

14. Triora

Der längste Ausflug, aber einer der eindrucksvollsten: Triora auf etwa 780 Metern ist als „Dorf der Hexen“ bekannt, nach dem Hexenprozess von 1587 bis 1589. Ein Museum erzählt davon. Rechnen Sie etwa eine Stunde und zwanzig Minuten Fahrt und einen ganzen Tag.

Natur-Geheimtipps

15. Die Felsenbecken von Rocchetta Nervina

Kurz oberhalb des Dorfes hat der Bach Barbaira natürliche Becken in den Fels gegraben, mit klarem, smaragdgrünem Wasser: die Felsenbecken von Rocchetta Nervina. Im Sommer einer der schönsten Badeplätze im Hinterland.

16. Monte Nero und der Cian d’Innamurai

Der Monte Nero ist der Hausberg der Einheimischen, mit Pinienwäldern und markierten Wegen zu Fuß oder mit dem Mountainbike. Von der „Hochebene der Verliebten“ reicht der Blick über Menton und Monaco bis, an klaren Tagen, Nizza.

17. Monte Bignone

Der Monte Bignone, mit 1.299 Metern der Hausberg von Sanremo, überblickt die ganze Riviera dei Fiori, von der Côte d’Azur bis Capo Mele. Hier endete einst eine Seilbahn, deren letztes Spannfeld 1936 das längste der Welt war.

18. Colle Melosa

In gut einer Stunde von den Palmen zu den Lärchen: Der Pass Colle Melosa auf etwa 1.540 Metern ist Ausgangspunkt einiger der schönsten Wanderungen im Parco delle Alpi Liguri, etwa auf den Monte Pietravecchia.

19. Monte Toraggio, die „Ligurischen Dolomiten“

Der Monte Toraggio ist eine Kalkpyramide auf etwa 1.970 Metern an der französischen Grenze. Der berühmte Sentiero degli Alpini unter seinen Wänden ist derzeit gesperrt; den Gipfel erreichen Sie über die Alta Via dei Monti Liguri. Prüfen Sie vor dem Aufbruch die Meldungen des Parks.

20. Die Balzi Rossi

Gleich an der französischen Grenze fällt eine rote Felswand ins Meer: die Balzi Rossi. In ihren Höhlen lebten Neandertaler und die ersten Homo sapiens; es ist eine der bedeutendsten prähistorischen Fundstätten des Mittelmeerraums. Etwa 25 Minuten von Bordighera.

Gibt es noch einsame Strände in Ligurien?

Menschenleere Buchten sind im Sommer an der ganzen ligurischen Küste selten, auch im Westen. Ruhiger wird es, wenn Sie früh am Morgen kommen, außerhalb von Juli und August reisen oder die Felsen statt der Sandstrände wählen, etwa unter dem Capo Sant’Ampelio in Bordighera. Wer im Sommer Ruhe sucht, findet sie oft eher im Hinterland, an den Felsenbecken von Rocchetta Nervina. Mehr dazu in Die Strände von Bordighera. Weitere Buchten und Felsen im Westen finden Sie in Ligurien Strände Geheimtipp.

Tipps für Ihre Entdeckungstour

  • Reisezeit: Frühling und Herbst sind ideal für Dörfer und Wanderungen; auch der Winter ist an der Küste mild (Bordighera im Winter).
  • Auto: Für die Bergdörfer ist das Auto die bequemste Lösung. Parken Sie am Ortsrand: Die Gassen sind eng und meist autofrei.
  • Kombinieren: Vallebona, Seborga und Perinaldo lassen sich an einem Tag verbinden, ebenso Apricale, Rocchetta Nervina und Pigna in der Val Nervia. Weitere Dörfer finden Sie unter Dörfer im Hinterland.
  • Ausgangspunkt: Von Bordighera aus erreichen Sie alle 20 Orte als Tagesausflug. Die Anreise beschreibt Anreise nach Bordighera.

Häufige Fragen

Was sind die schönsten Orte in Ligurien abseits vom Massentourismus?

Vor allem die Dörfer im Hinterland der westlichen Riviera: Apricale, Perinaldo, Seborga, Vallebona, Pigna, Bajardo und Triora. Dazu Aussichtspunkte wie der Monte Bignone und Naturorte wie die Felsenbecken von Rocchetta Nervina.

Welche Dörfer in Ligurien sind ein Geheimtipp?

Im Westen zum Beispiel Vallebona, Borghetto San Nicolò mit seinen bemalten Türen, Castelvittorio und Bajardo, die höchstgelegene Gemeinde der Provinz Imperia. Sie liegen zwischen zehn und fünfzig Minuten von Bordighera entfernt.

Gibt es in Ligurien Strände ohne Massentourismus?

Im Juli und August sind die meisten Strände gut besucht. Ruhiger sind die frühen Morgenstunden, die Nebensaison und felsige Abschnitte; im Sommer bieten die Felsenbecken im Hinterland eine Alternative zum Meer.

Ist Westligurien eine Alternative zu den Cinque Terre?

Ja, wenn Sie weniger Gedränge und mehr Abwechslung suchen: Küste, Bergdörfer und Alpen liegen nah beieinander. Die Cinque Terre sind von Bordighera rund 250 km entfernt, also eher eine eigene Reise als ein Tagesausflug.

Braucht man für die Geheimtipps in Ligurien ein Auto?

Für die Küstenorte reicht der Zug. Für die meisten Bergdörfer und Naturorte ist ein Auto deutlich praktischer, auch wenn lokale Busse einen Teil davon anfahren.

← Zurück zum Magazin

Auf der Karte

Die Orte dieser Geschichte

Wo die im Artikel genannten Orte liegen, mit ihrer Entfernung von Bordighera und ihren Seiten.

Im Kalender

Die Veranstaltung

Termine, Ort und Programm auf der Seite der Veranstaltung.

Weiterlesen

Weitere Nachrichten, Geschichten und Tipps aus dem Magazin von Bordighera.

Nach oben scrollen